Sportinformatik-Studium verbindet zwei Welten
Sport und Informatik haben auf den ersten Blick nicht viel miteinander zu tun. Besonders im Leistungssport wird die Erfassung und Analyse von Daten aber immer wichtiger, und hier kommt die Informatik ins Spiel.
Eine Kombination von verschiedenen Studieninhalten ist immer reizvoll. Beim Sportinformatik Studium treffen zwei Disziplinen aufeinander, die im ersten Moment nicht viel miteinander zu tun zu haben scheinen. Mit der fortschreitenden Technisierung in allen Teilbereichen des Lebens bekommt aber auch die Informatik im Sport eine immer größere Bedeutung.
Sportinformatik erfasst und analysiert Daten aus allen Bereichen des Sports. Dies kann sowohl für einzelne Athleten gelten, die sich bei ihren Trainingsprogrammen von der EDV unterstützen lassen, als auch für eine übergeordnete Verarbeitung der Daten. Um diese allerdings verstehen und interpretieren zu können, ist auch ein nicht nur theoretisches Verständnis für Sport unbedingte Voraussetzung. Und hier schließt sich der Kreis, denn während Informatik eine eher theoretische Disziplin mit Zahlen, Daten und Fakten ist, geht es beim Sport um Bewegung und Leistung.
Für die Erfassung und besonders die Analyse der Daten gibt es dann vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. Neben der bereits erwähnten Begleitung von Trainingsprogrammen von Athleten kann die Arbeit eines Sportinformatikers auch für die Entwicklung und Simulation von zum Beispiel neuen Trainingsgeräten eingesetzt werden. Für beide Bereiche spielt dabei die biomechanische Bewegungsanalyse eine Rolle. Für den Athleten kann daraus ein verbesserter Bewegungsablauf entwickelt werden, so dass seine Ergebnisse besser werden. Für die Entwicklung neuer Geräte kann exakt analysiert werden, welche Körperteile trainiert werden können und der Fokus auf bestimmte Körperteile verbessert werden.
Neben der Analyse und Entwicklung ist es auch Aufgabe eines Sportinformatikers, die Ergebnisse zu präsentieren und entsprechend zu kommunizieren, so dass ein Studium auch in diese Richtung ausbildet.