Spindelpressen-Hersteller in alten Manufakturen
Die Spindelpresse ist eines der ältesten Werkzeuge für Druckarbeit und beruht auf einem speziellen Schraubgetriebeprinzip. Heutzutage werden Spindelpressen auch für großtechnische Aufgaben verwendet.
Spindelpressen sind sehr traditionelle Werkzeuge, die nach einem sehr einfachen, aber gleichzeitig effektiven Prinzip funktionieren. Der Name der Spindelpresse ist ein Indiz für das Wirkprinzip, denn Spindelpressen üben mit einer Drehbewegung Druckkraft auf einen Körper aus. Ein Spindelgetriebe wandelt eine Rotationsbewegung in eine Translationsbewegung des Druckkörpers um. Das funktioniert mit einem Gewinde, welches in die Spindel geschnitten wird. Daher kann man sich die Funktionsweise ähnlich wie bei einer Schraube vorstellen, jedoch sind die Flanken einer Spindel nicht so steil und scharf geschnitten.
Dennoch treten auf den Gewindeflanken bei der Bewegung große Druck- und Reibkräfte auf, daher ist das Werkzeug einem vergleichsweise deutlichen Verschleiß ausgesetzt. Man fertigt eine Spindel aus wärmebehandeltem Stahl mit speziellen Legierungselementen, welche die Festigkeit erhöhen und die Verschleißempfindlichkeit verringern. Diesen Werkstoff kann man aber gleichzeitig schwerer bearbeiten, daher sind Spindelpressen relativ teuer herzustellen. Wenn ein Spindelpressen-Hersteller auf einen preiswerteren, weil einfacher zu bearbeitenden Werkstoff setzt, muss man das Werkzeug in der Regel öfter austauschen als bei hochwertigen Modellen. Zudem kann man nicht die Druckbelastung auf den zu pressenden Stoff ausüben, die bei einer aufwendig gefertigten Spindelpresse gefahrlos möglich ist. Deshalb sollte man die Wahl des Modells unbedingt von der Schwierigkeit der Aufgabe abhängig machen.